#Konsumauszeit: Startschuss!

Ok. Also heute gehts los, und… das ist jetzt nicht ganz so untricky.

Also, einerseits möcht ich unbedingt mitmachen.

Andererseits muss ich eine „Küche“ (4 Küchenkasteln) kaufen und mein einziger Wintermantel ist natürlich genau jetzt eher unreparierbar kaputt geworden. Eigentlich suche ich immer noch 5 bestimmte Kleidungsstücke wie zB. eine zweite Jeans – und wegen der Warenverfügbarkeit sind Oktober-Dezember eigentlich exakt die Monate, wo ich Kleidung in meinen Farben finde. Eigentlich bin ich bescheuert, wenn ich grade im November eine Konsumauszeit mache.

Kann man das denn außerdem Konsumauszeit nennen, wenn ich außer den Basics (Lebensmittel + Öffi-Tickets) oben Genanntes kaufe? Ist denn Second Hand weniger Konsum? Kann ich die Küche, die ich eigentlich schon im Oktober bestellen hätte sollen, einfach ausklammern, als wär nix?
Ich habe auch noch schnell im Oktober eine Handvoll Oberteile gekauft (teilweise am Flohmarkt), weil sie wirklich notwendig waren, und meinen Kalender für 2016 und noch zwei Sachen. Zynisch irgendwie, oder?

Ich kann natürlich auch sagen, ich reduziere auf Lebensmittel+Öffis, nehme Wintermantel, Jeans und Küche als essentielle Ersatzkäufe hinzu und die restlichen 4 Kleidungsstücke finde ich wahrscheinlich eh nicht. Ausflüge sind bei mir eh eher mit den Öffis zur Endstation und dann Laubrascheln gehn.

Der Sinn der Konsumauszeit ist es aber eigentlich, sich mal von den ganzen Geschäften fernzuhalten und wieder ein Gefühl dafür zu bekommen, was man wirklich braucht. Vielleicht auch, um mal nachzufühlen, wie es Langzeitarbeitslosen geht. Wenn ich jetzt aber diese 5 Kleidungsstücke suche, weil ich sie halt wirklich brauch, und die Suche länger dauert weil ich ja so pingelig geworden bin durch mein Kleiderschrankprojekt, verbringe ich zwangsläufig ja trotz allem Zeit in Konsumräumen (Geschäfte, Onlineshops, Flohmärkte).

Schwierig. Aber ich probiers trotzdem. Meine Liste geht also so:

Erlaubt sind:

  • Lebensmittel + Öffi-Tickets (wenn Rad und Fuß unzumutbar sind)
  • Wintermantel + zweite Jeans + Küche
  • Ausflüge
  • Joker (Kleid, Rock, Pulli, langärmeliges T-Shirt – sollte ich überhaupt was finden)

Außerdem soll es ein Sparmonat werden, wo ich insgesamt nur 200-250€ ausgeben möchte. Ausgenommen sind die Küche und der Wintermantel, da hol ich mir das Geld sowieso vom Sparbuch.

Der November ist eigentlich wirklich der blödeste Zeitpunkt für mich, eine Konsumauszeit zu machen. Werd ichs trotzdem schaffen? Oder scheitern, das Projekt abbrechen und meinem Kleiderschrank das dringend nötige Aufstocken gönnen? Denk dir diese Sätze von dem einen Typen gesprochen, der diese ganzen Tier-jagt-Tier-Szenen im Fernsehen spricht, unterlegt mit unnötig dramatischem Klangteppich.

Ok. Was sind deinen Gedanken dazu? Ist das was ich da probiere überhaupt noch Konsumauszeit?

materialfehler macht mit: #Konsumauszeit

Apfelmädchen und sadfsh haben sich mit einem tollen Projekt aus ihrer Internetwüste zurückgemeldet. Just für den Vorweihnachtskonsumrausch rufen sie zu einer Konsumauszeit auf – den gesamten November wird „nichts“ gekauft:

  • „30 Tage lang nichts Neues kaufen
  • ausgenommen sind: Lebensmittel, Drogerie-/Haushaltsartikel (nur wenn vorheriges Produkt aufgebraucht ist), Ausflüge und Aktivitäten
  • Wenn etwas Wichtiges kaputt geht: erst reparieren, ansonsten ersetzen (wenn möglich gebraucht)
  • Leihen und Tauschen sind nicht nur erlaubt, sondern sogar ausdrücklich erwünscht!
  • Wer möchte, kann sich über Blogs/Kommentare, Twitter und Facebook austauschen. Hashtag ist #Konsumauszeit. Immer dienstags erscheint hier ein Updatebeitrag, in dem wir über unsere Woche berichten und neue Blogbeiträge von Teilnehmer_innen verlinken.“

Das sind die Bedingungen, die die beiden als abänderbaren Serviervorschlag anbieten. Klingt nach einem guten Plan.

Wie mich Apfelmädchen auf Twitter gefragt hat, ob ich mitmachen möchte, war meine erste Reaktion: Määäh, ich würd ja gern, aber ich brauch eigentlich voll viel im November. Ich muss zum Beispiel eine Küche kaufen. Ich brauch so manches neues (oder gebrauchtes) Kleidungsstück, weil ich sonst frieren muss (Ja, ich hab leider tatsächlich, im völlig rationalen Sinne, zu wenig Gewand. Oder Klamotten, für die deutschen Leser). Und andere Dinge.
Aber andererseits ist es auch wieder voll einfach für mich, weil ich mir eh grad nix leisten kann. Man hülle meine derzeitige finanzielle Situation in den hübschen Euphemismus „Konsumauszeit“. Höhö.

Allerdings seh ich jetzt schon die Gefahr, dass ich jetzt noch schnell im Oktober Sachen kauf und dann am ersten Dezember oder so… Naja, ich mein, es ist grade jetzt die Zeit, wo meine Winterfarben verfügbar sind, wenn ich nicht wie ein angestaubter, gelbsüchtiger Gnom durch die Gegend rennen will, muss ich jetzt Gewand kaufen. Und zwar auch Sommertaugliches. Ab Jänner ist es vorbei, da kommen die Frühlingssachen in die Geschäfte, und zwar auch in die Second-Hand-Läden.

Bei mir wird es vielleicht eher überhaupt ein Spar- und Aufbrauchmonat werden. Nicht Essen gehen (miauuuu 🙁 ), endlich mein Rad aufpumpen und mir so die Einzeltickets für die Öffis sparen, nur Dinge kaufen, die auf der wohldurchdachten Liste stehen.
Ich präsentier euch dann am 1. November, wie ich mir das ausgedacht hab.

Ähm ja. Ich weiß gar nicht, ob ich das dann überhaupt noch Konsumauszeit nennen darf… Vielleicht wie gesagt, ein Sparmonat.

Macht noch wer mit?