Minimal-Bad-Strategien (5): Loswerden

Nun denn, jetzt hat man sich schon die Mühe gemacht und den Inhalt seines Bades systematisch überdacht und schließlich auch einiges ausgemistet – aber wohin mit all dem ungewünschten Kram? Hier also der logische letzte Punkt meiner kleinen Reihe: Wie minimalisier ich den Krempel in meinem Bad?

1. Wegwerfen
Alles, was vor langer Zeit abgelaufen ist, eingetrocknet oder dessen Emulsion sich getrennt hat, das komisch riecht oder sonst wie gammlig ist – ab in den Restmüll. (Außer Behälter, die unter Druck stehen – die sind Sondermüll!)

2. Zurückgeben
Ein neues angebrochenes Produkt, das du nicht vertragen hast, kannst du mitsamt Kassazettel ins Geschäft zurücktragen (oder nach Absprache an die Firma zurücksenden), hast du das gewusst? Gerade bei teuren Produkten zahlt sich das echt aus!

3. Weiterschenken
Freunden, Familie, einem Umsonstladen oder der Obdachlosenhilfe schenken – oder einfach im Wohnhaus aussetzen.

4. Zweckentfremden
Mit Schampoo und Duschgel kann man auch Geschirr ab- und den Boden aufwaschen, die Wäsche waschen (besonders Wolle!), die Dusche putzen oder, wenn du auf sowas stehst, den Hund schampoonieren…
Gesichtscremes dick über Nacht auf die Füße schmieren, als Leave-in für die Haarspitzen oder 1:1 mit Conditioner gemischt als Haarkur vor der Wäsche, Haarspülung als Rasierschaumersatz…
Nagellack zum Basteln…

Und welche Ideen hast du?

Das war der letzte Teil der Reihe. Hoffentlich waren für dich ein paar Ideen dabei! Die anderen Postings kannst du hier nachlesen:
(1) Bedürfnisse
(2) falsche Bedürfnisse
(3) Fehlkäufe
(4) Produkte reduzieren

Auch Lunalesca hat sich mit ihrem Bad beschäftigt:
(1) Parfum
(2) Zahnpflege
(3) Frisierzubehör
(4) Haarpflegeprodukte

Minimal-Bad-Strategien (4): Produkte reduzieren

Man kann nicht nur ungenutzte Produkte reduzieren, indem man Fehlkäufe vermeidet und ausmistet, man kann auch die Anzahl an Produkten in Verwendung runterschrauben. Auch da hab ich ein paar Ideen.

1. Nutzen hinterfragen 

Reinigen, Klären, Cremen. Oder: Abschminken, Reinigen, Klären, Serum, Tagescreme, Thermalwasserspray. Oder: Wasser, Tagescreme. Eine simple Creme, oder eine mit vielen fancy Wirkstoffen.
Probier aus, wie wenig oder viel Produkte/Inhaltsstoffe du wirklich für ein zufriedenstellendes Ergebnis brauchst (das geht übrigens am Besten nach einer Nulldiät). Es hilft dabei auch, ein bisschen was über Inhaltsstoffe und deren Wirkung zu lernen.

2. Notwendigkeiten reduzieren 

Es gibt viele Produkte, die machen weitere Produkte notwendig.
Je milder man Haut und Haar reinigt, desto weniger muss man danach wieder an Fett und Pflege nachlegen. Du musst nicht porentief rein sein, sauber genügt! Haare müssen nicht quietschen und es muss nicht wild geschäumt haben, um saubere Haare zu haben. Hautunreinheiten hängen oft genug mit der Ernährung zusammen – wer sich gut ernährt, braucht oft auch weniger Produkte wie Makeup (und in Folge auch weniger Abschminktücher). Wer genug schläft und trinkt, hat auch weniger starke oder gar keine Augenringe. Wer sich kritisch mit Schönheitsidealen auseinandersetzt und auf innere Ausgeglichenheit achtet, braucht keinen Concealer für den gelegentlichen Pickel oder einen Haufen Anti-Aging-Produkte (hier hilft gern ein bisschen Feminismus *zwinker*)

3. Multitaskingprodukte finden
Heut gibts schon für jeden Furz eine eigene Creme und ein eigenes Wässerchen. Die Produkte unterscheiden sich aber meist kaum voneinander. Eine Tagescreme hat oft ein bisschen Sonnenschutz drin (der in der Nacht ja nicht stört) und eine Nachtcreme ist meistens eine Spur fettiger (tagsüber aufs feuchte Gesicht dünner auftragen). Viele Menschen haben am Körper und im Gesicht den selben Hautzustand und bräuchten daher sowieso nur eine einzige Creme. Für spezielle Anlässe kannst du Makeup auch einfach nur dicker auftragen, ohne extra neue Produkte kaufen zu müssen.
Weitere Ideen: Lipstain = Rouge, Augenbrauenstift = Eyeliner, getönte Tagescreme = Creme + Makeup, Haarschampoo = Duschgel, Haarspülung = Rasiergel, Massageöl = Badeöl = Gesichtsöl = Haaröl, Gesichtscreme = Leave-in für die Haare usw. – werde ruhig kreativ!

4. Produkte outsourcen und ausleihen
Nicht alles muss man auch zuhause haben. Für einen seltenen Ball lieber professionell schminken lassen. Wenn du deine Haare sowieso nur im Schwimmbad föhnst, brauchst du ja keinen zuhaus. Einen Lockenstab kannst du dir auch von einer Freundin leihen.

Diese 4 Strategien wende ich übrigens sehr erfolgreich bei vielem an. Putzmittel, Bekleidung, Haushaltsgeräte, Hobbies, Sport… 

Und was sind deine Strategien?

Dies war Teil 4 meiner Minimal-Bad-Strategien. Die anderen Teile findest du hier:
Teil 1: Bedürfnisse
Teil 2: falsche Bedürfnisse
Teil 3: Fehlkäufe

Minimal-Bad-Strategien (3): Fehlkäufe

Bekleidung, Kosmetik und Haushaltsgeräte sind für viele Leute ja ein Trauerspiel voller Fehlkäufe. Die dann blöd rumstehen. Dann wollen wir mal ein paar Ideen sammeln, wie sich das vermeiden lässt!
(Und keine Sorge, wenn Kosmetik das langweiligste Thema für dich ist – das meiste davon lässt sich auch locker in andere Bereiche umlegen!)

„Hast du deinen ganzen Lohn für das alles verbraten?“ – „Der Trick ist, das ganze Geld schnell zu verbrauchen, bevor es verschwindet!“ ( (c) Lise Myhre, Quelle)

1. Wer seine Bedürfnisse kennt, kann auch gezielt recherchieren und gezielt einkaufen.
Werde dir klar über deinen Hautzustand, Farbtyp, Lebensstil, Geschmack und Stil! (Hier stehts genauer)

2. Wer weiß, was zuhause ist, kauft keine Doppelgänger und Halbgeschwister.
Mach dir eine Liste, oder fotografier die Sachen mit deinem Smartphone. Damit du unterwegs nicht schon wieder kirschroten Nagellack kaufst.

3. Achte auf die Inhaltsstoffe
Lerne, INCI-Listen (also die Inhaltsstofflisten) zu lesen, damit du dich nicht auf Werbeversprechen verlassen musst (um dann bitter enttäuscht zu werden). Ein INCI-Rechner aus dem Netz und codecheck hilft dir dabei, du kannst Inhaltsstoffe aber auch einzeln googeln. Je weiter der Inhaltsstoff vorne ist, desto mehr ist davon drin.

4. Pröbchen und Abfüllungen
Wenn du Produkte testen möchtest, such dir unbedingt Proben oder frage nach Abfüllungen. Oft bekommt man Reisegrößen im Geschäft zu kaufen, viele Firmen schicken bei Email-Anfrage auch gerne gratis zu. Wenn man lieb fragt (oder Allergien hat bzw. zur Ausrede macht), darf man sich im Geschäft ein bisschen was aus dem Tester in ein kleines mitgebrachtes Döschen füllen (für festere Produkte einen Spatel mitbringen). Oder man fragt im Freundes- und Bekanntenkreis nach.

5. Finde heraus, warum du ein Produkt nicht verträgst
Um zu vermeiden, dass du wieder etwas kaufst, was du nicht verträgst, solltest du herausfinden, was genau deine Haut da eigentlich nicht mag. Vergleiche die INCI-Listen von Fehlkäufen mit denen von Lieblingsprodukten: Gibt es Gemeinsamkeiten? Wo sind die Unterschiede? Was „tun“ diese Inhaltsstoffe in deinem Produkt? Das Netz ist voll von hilfreichen Hinweisen, so habe ich zum Beispiel herausfinden können, warum ich unter vielen Cremes so komisch schwitze (Cetyl/Cetearyl Alkohol, ein Konsistenzgeber). Auch ein Allergietest kann Licht ins Dunkel bringen.

6. Du verträgst das Produkt, aber verwendest es trotzdem nicht?
Vielleicht magst du bestimmte Dinge dran nicht (Geruch und Konsistenz zB) oder du hast nie Gelegenheit, es zu benützen (denke auch an das Thema Fantasy Self). Vielleicht hast du genügend andere Produkte, die den selben Zweck erfüllen oder sogar Duplikate in anderem Gewand sind usw.

7. Mach dir eine Merkliste
Notier dir das alles, damit du auch in einem Jahr noch weißt, welche Inhaltsstoffe du nicht verträgst und welchen Duft du nicht mochtest. Ich habe eine Black- und eine Whitelist.


Was hast du aus Fehlkäufen gelernt? Wie sehen deine Strategien aus? (Auch allgemein und abseits von Kosmetik!)

Dies war Teil 3 meiner Minimal-Bad-Strategien. Die anderen Teile findest du hier:
Teil 1: Bedürfnisse
Teil 2: falsche Bedürfnisse

Minimal-Bad-Strategien (2): falsche Bedürfnisse

Oder: Die Seifenblasen am Boden der Realiät (nicht nur im Badezimmer!)

Letztes Mal gings um das Herausfinden der eigenen Bedürfnisse bei Kosmetik, um eine Wurzel des Übels „überfülltes Badezimmer“ an den Hörnern (an den Mykorrhizen?) zu packen. Manchmal wird aber mit Kosmetik (und beliebig anderer Waren) versucht, Bedürfnisse zu stillen, die ganz andere Wege zur Befriedigung brauchen.

Angst vor Untreue? Mit Creme die Beziehung kitten! (Quelle)

Jeder Mensch hat Wünsche und Träume, die nicht immer mit der Realität vereinbar sind. Oft verhelfen uns diese Wünsche und Träume zu Motivation, Werthaltungen und Inspiration, aber oft genug verhelfen sie uns nur zu einem überquellenden Badezimmer.

Viele Bedürfnisse werden ja bekanntlich von der Wirtschaft, Kosmetikindustrie und Werbung erschaffen. Da können wir vielleicht getrost die Schuld auf den Kapitalismus abwälzen, was uns aber nicht aus der Verantwortung nimmt, mit Argusaugen über unsere Bedürfnisse und deren Nutznießer zu wachen.

Manchmal verlagern wir Bedürfnisse aus einem Bereich in unserem Leben in einen anderen, in dem diese aber nicht gestillt werden können. Wir haben Angst vor dem Alter (und vor dem Sterben) und kaufen uns Anti-Aging-Produkte. Wir möchten geliebt werden und kaufen uns Foundation. Wir möchten Anerkennung und kaufen uns das neueste Smartphone. Wir brauchen Sicherheit und Geborgenheit und stellen uns die Bude mit Vorräten und Deko und Wolldecken voll. Wir möchten ein anderes Leben führen und kaufen uns neuen Nagellack. Wir möchten etwas Besonderes sein und ein bisschen elitär und lassen uns daher gerne besonders sensible Haut und andere Empfindlichkeiten einreden (die Prinzessin auf der Erbse wurde ja auch durch ihre Empfindsamkeit als Mitglied der Elite erkannt).
Niemand ist davor gefeit, nichtmaterielle Bedürfnisse versehentlich ins Warenangebot zu verschieben.

Sei ehrlich mit dir selbst. Wie viele Produkte in deinem Badezimmer erfüllen tatsächlich ihren Zweck (und sei er meinetwegen, dass du dich im finsteren Winter über fröhlich bunte Fingernägel freust), und wie viele stehen da herum, weil du dir falsche Vorstellungen über die Befriedigung deiner Bedürfnisse gemacht hast? Weil du geträumt hast, während du eingekauft hast?

Das geht natürlich weit über das für so manchen langweilige Thema Kosmetik hinaus. Das wissen wir ja, fast die gesamte heutige glitzernde Warenwelt, die über Nahrung, Schlafen, Gesundheit, Lernen und das Dach übern Kopf hinausgeht, spricht unser Fantasieavatar an. Ich habs in der Überschrift die Seifenblasen am Boden der Realiät genannt, Francine Jay nennt es prägnanter Your Fantasy Self.

Bei der Kosmetik hab ich nie so das Problem gehabt. Eher zB beim Nähen. Ich wollte mich selber gerne als jemanden sehen, der Rokoko-Roben, Renaissancegewänder und aufwändige Cocktailkleider nähen kann (beziehungsweise die Geduld dafür aufbringt). Ich hatte daher massenhaft Stoff zuhause…
Was sind deine Seifenblasen? (Muss nicht unbedingt das Thema Kosmetik betreffen)

Dies war Teil 2 meiner Minimal-Bad-Strategien. Die anderen Teile findest du hier:
Teil 1: Bedürfnisse
Teil 3: Fehlkäufe
Teil 4: Produkte reduzieren

Minimal-Bad-Strategien (1): Bedürfnisse

Es gibt ja verschiedenste Gründe, warum das Bad gerammelt voll oder auch einfach nur zu voll für den eigenen Geschmack ist. Eine Ursache kann sein, dass man sich gar nicht bewusst darüber ist, was eigentlich wirklich die Bedürfnisse von Haut, Haar und von einem selbst sind.
Ich bin mir dessen bewusst, dass das auf den ersten Blick nach einem reinen Frauenthema klingt, hoffe aber dass ich so schreibe, dass sich auch Männer was mitnehmen können.

 

Die Bedürfnisse deiner Haut

Gleich vorweg: Die menschliche Haut als größtes Organ des Körpers ist, vorausgesetzt der Körper ist gesund, von sich aus fähig, sich mit allem zu versorgen was sie braucht. Durch den heutigen Lebensstil (Reinigungsmittel, Ernährung, Heizung, usw.), Umwelteinflüsse und andere Gründe kann unsere Haut dankbar sein, wenn wir ihr was draufschmieren. Aber was? Was die Haut brauchen kann, sind Fett, Feuchtigkeit und evtl. Wirkstoffe.

Du wirst mir bestimmt Recht geben, wenn ich meine: Das gescheiteste ist doch, herauszufinden wie die Haut ohne alles und in Wirklichkeit ist, um dann gezielt zu Pflegen – oder im Idealfall sogar gar nix tun zu müssen.

Hierbei hilft eine Nulldiät. Vier Wochen lang nur mit Wasser waschen und sonst überhaupt gar nix benützen. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit zeigt deine Haut dann ihr wahres Gesicht (haha, der war gut, oder?) – wann und wo sie weich, geschmeidig, schuppig, fettig, trocken, pickelig, verhornt, gerötet, gereizt usw. ist. So wie deine Haut nach 4 Wochen ist, so ist sie.

Am simpelsten finde ich es, das mit den Hauttypen einfach zu ignorieren. Es ist viel einfacher und individueller, auf Bedürfnisse der verschiedenen Körperstellen zu reagieren und es hängt ja auch so vieles mit Reinigungsprodukten Jahreszeit, Klima, Tagesverfassung, Trinkmenge, Zyklus und Hormone, Stress, Genetik, Ernährung und Lebensstil ganz allgemein zusammen.

 

Was will nun aber die Haut im Detail, wenn sie mehr als „nix“ will? 

Prinzipiell musst du das selber ausprobieren, aber ohne die Signale deuten zu lernen wirst du nicht weiter kommen. Hier hilft die Suchmaschine deiner Wahl weiter, aber grundsätzlich will trockene Haut (die schuppig ist und spannt) Feuchtigkeit und Fett, wenn sie gereizt ist auch einen beruhigenden Wirkstoff. Spannt sie, ist aber ölig, dann will sie ganz besonders Feuchtigkeit, aber vielleicht auch ein bisschen Fett. Ist sie fettig, braucht sie vielleicht gar nix außer einer besseren Ernährung (Zucker, Milchprodukte, Weißmehl abchecken), möchte vielleicht aber auch Feuchtigkeit oder ironischerweise Fett. Gibt es Pickel, will sie vermutlich eine bessere Ernährung, eine höhere Trinkmenge usw. und entzündungshemmende Wirkstoffe – bei Fett und Feuchtigkeit kommt es auf den restlichen Zustand an. Gereizte und sensible Haut braucht beruhigende Wirkstoffe und Fett/Feuchtigkeit je nach restlichem Zustand.
Ich schreibe hier von Hautzuständen, die sich ändern können und derer am Körper verschiedene auftreten können (war das jetzt Deutsch?) und nicht von Hauttypen.

Für alle Hautzustände gilt: je milder gereinigt wird, desto weniger muss geschmiert werden. Idealerweise muss man nach der Reinigung das Gefühl haben, dass die Haut jetzt eigentlich gar nix mehr braucht. Oft genug züchtet man sich durch falsche Reinigungsprodukte (aber auch durch falsche Pflegeprodukte) künstlich Bedürfnisse (was der Kosmetikindustrie sicher nicht so unrecht ist).

 

Die Bedürfnisse deiner Haare (und Kopfhaut)

Das hängt auf jeden Fall von deiner Haarlänge ab, aber auch vom Umgang mit deinen Haaren. Je länger deine Haare und je geschädigter sie sind (zB durch Bleichen, Färben, grob bürsten usw.), desto mehr Bedürfnisse haben sie auch (Kurzhaarige können sich getrost stärker den Wünschen ihrer Kopfhaut zuwenden). Auch wenn Haare totes Material sind, verlieren sie Feuchtigkeit und Protein und wollen das dann wieder haben.

Hierzu spuckt das Netz den Wet Assessment Test aus:
Wasche deine Haare mit einem Reinigungsschampoo und verwende sonst nix (Conditioner, Stylingprodukt usw.). Nimm ein einzelnes nasses Haar und zieh dran:
Braucht nichts: Das Haar dehnt sich leicht, kehrt wieder zur Originallänge zurück und bricht nicht, lässt sich gut kämmen
Will Protein: Es dehnt sich stark, bricht danach oder bricht gar nicht. Bleibt vielleicht gar im ausgeleierten Zustand. Oft fühlt es sich gummiartig und kraftlos an.
Will Feuchtigkeit: Es dehnt sich gar nicht und bricht oder es fühlt sich rau und trocken an, lässt sich nicht kämmen

(Quelle)

Die Kopfhaut hat oft ähnliche Bedürfnisse wie die Gesichtshaut (eine Nulldiät kann da dagegen echt eine Frustgeschichte werden) und auch hier gilt: eine zu starke Reinigung erschafft unnötige Bedürfnisse, auf die man dann reagieren muss.

 

Deine eigenen Bedürfnisse

Der Inhalt deines Badezimmers muss natürlich deinen eigenen Bedürfnissen entsprechen.

Wie ist deine Einstellung zu Kosmetikprodukten, dekorativer Kosmetik und Hilfsmitteln wie Bürste oder Wimpernzange?
Auf was legst du bei Kosmetik Wert? (Herkunft der Inhaltsstoffe, Konsistenz, Geruch, Verpackung, Preis, Qualität, Anwendung, Tierversuche, vegan, fair…)
Welche Bedürfnisse ergeben sich aus deinem Lebensstil? (Beruf, Freizeit, Mobilität, Hobbies, Finanzen, Krankheiten, Ernährung …)
Wenn du dich schminkst, welche Farben stehen dir und passen zu deinem Stil, zu deinem Geschmack?

 

Ich selber

Vielleicht interessiert dich das ja. Ich habe im Gesicht ölige feuchtigkeitsarme Haut, die viel und fast nur Feuchtigkeit will. Meine Füße dagegen wollen oft Fett, Fett, Fett. Die Haut am restlichen Körper will nix, außer regelmäßig gekrault werden. Meine Pickel stehen in direktem Zusammenhang mit Zucker, Trinkmenge und Zyklus. Meine Haare sind taillenlang und möchten vor allem Feuchtigkeit, aber manchmal auch bisschen Protein.
Kosmetik muss für mich schnell, effektiv, multitasking und unkompliziert sein.
Eine Nulldiät für Gesicht und Körper hab ich auch mal gemacht, sogar länger als ein Jahr, weil es meiner Haut damit gut ging. Mittlerweile benutze ich aber fürs Gesicht doch ein paar bestimmte Produkte, weil es das noch lieber mag.
Und du?

Dies war Teil 1 meiner Minimal-Bad-Strategien. Die anderen Teile findest du hier:
Teil 2: falsche Bedürfnisse
Teil 3: Fehlkäufe
Teil 4: Produkte reduzieren